Tattoos: Die neusten Trends

08 / July 2014

Tattoos sind in jeder Schicht der Gesellschaft akzeptiertTrends kommen und gehen. Es ist ein ewiges Suchen nach Originalität und dem Besonderen. Immer muss es ein bisschen mehr sein: Edler, feiner, prachtvoller, begehrenswerter oder einfach unvergleichlich einmalig! Nicht nur in der Fashionwelt sondern auch in Sachen Tattoos.

Tattoos haben eine lange Vergangenheit und sind in jeder Kultur vertreten. Bereits in der Steinzeit sollen sich die Höhlenmenschen mit Tätowierungen verschönert haben. Die Tattoos dienten auch dazu Feinde zu erschrecken sowie Traditionen und Bräuche umzusetzen. Sogar „Ötzi“ war mit über fünfzig Symbolen tätowiert. Eines hat sich in all der Zeit jedoch nicht geändert: Tattoos waren schon immer eine einzigartige Möglichkeit seiner Individualität Ausdruck zu verleihen.

Trendig, trendiger, am trendigsten

Tattoos sind dieses Jahr so beliebt und hip wie nie zuvor. Die Körperkunst ist salonfähig geworden und in allen Gesellschaftsschichten vertreten. Vorbei sind die „dunklen Zeiten“ als Matrosenbemalung, „Knasttätowierung" oder Ausdruck einer Gegenkultur und Protesthaltung. Trendsetter in Sachen Tattoos sind – wie sollte es auch anders sein – Schauspieler, Musiker, Fußball-Stars, Models und It-Girls. Kaum jemand aus der Welt der „Stars und Sternchen“ ist heutzutage noch nicht tätowiert. Wer etwas auf sich hält, trägt zum Tattoo coole Klamotten, wie eine hochgekrämpelte Lederjacke, Boots oder stylische Army Shorts.

Die Tattoo-Trends 2014

Die Tattoo Trends dieses Jahr sind so vielfältig wie die lange Geschichte der Tätowierungen. 2014 ist erlaubt, was gefällt: Bunt oder Schwarz, Schriftzüge, Bilder oder Tribal, klassisch oder modern. In einem sind sich die Tattoo-Experten jedoch einig: Chinesische Schriftzüge haben ausgedient. In den meisten Fällen enthalten die Chinesischen Zeichen Fehler und verlieren dadurch ihre Bedeutung. Die NPR hat es treffend auf den Punkt gebracht – „Lost in Translation“.

Dennoch gibt es aber auch dieses Jahr Bilder und Symbole die bevorzugt werden. Dabei scheinen Klassiker in neuem Erscheinungsbild besonders beliebt zu sein.

  • Federn
  • Anker
  • Unendlichkeitssymbol (kombiniert mit Schriftzügen oder dem Namen des/der Liebsten)
  • Traumfänger
  • Römische Nummern
  • Kreuze
  • Pfeile
  • „Om“-Symbol
  • Schwalben

Für Piercerin und Tätowiererin Kerstin Soiderer liegen dieses Jahr vor allem Sterne und Blumen im Tätowier-Trend, aber auch Sprüche und Lebensweisheiten seien groß im Kommen. Maori-Tattoos liegen bei Männern groß im Trend. Die Motive, die ihren Ursprung bei den neuseeländischen Ureinwohnern haben, werden auch immer wieder gerne von Promis getragen. Zwar ist „White Ink“ keine Neuheit mehr – Rihanna hat sich bereits 2012 mit einem „weißen Tattoo“ verschönert – gehört aber dennoch zu den besonderen Trends in diesem Jahr. Ein Tattoo in weißer Tinte ist sehr dezent und kann daher für Tätowierungsanfänger ein guter Einstieg sein. Der Nachteil ist jedoch, dass die Tinte auch schnell verblasst und so öfter nachgestochen werden muss. Ein weiterer Trend in diesem Jahr sind 3D-Tattoos, die jedoch nichts für schwache Nerven und ein wenig gewöhnungsbedürftig sind.

Was ist zu beachten?

Für welches Tattoo sich letztlich entschieden wird, es sollte bereits vor dem Gang zum Tätowierer die Gewissheit bestehen, dass das Motiv nicht nach nur wenigen Wochen bereut wird. Ein Tattoo soll in der Regel für die Ewigkeit sein, daher ist es ein großer Fehler einfach so einer Modeerscheinung oder einem Star zu folgen. Das richtige Tattoo muss zur eigenen Person und Stilrichtung passen. Also: „Think before you ink“! Bei der Wahl des Tätowier-Studios sollte besonderes Augenmerk auf die Hygiene richten, denn die ist das Wichtigste in diesem Bereich! Auch Preise sollten im Vorfeld verglichen werden. Wenn jemand allerdings extrem günstig ist, sollte das stutzig machen! Es sollte ein Studio gewählt werden, wo sich wohl gefühlt wird und ein Tätowierer zu dem Vertrauen gefasst wurde.


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